Material

Encaustic

Encaustic ist eine über dreitausend Jahre alte Technik, deren Ursprünge im antiken Ägypten liegen und die in der griechischen und römischen Antike ihre Blütezeit erlebte. Der Begriff bedeutet „einbrennen“.

Berühmt wurde sie durch die Fayum-Mumienporträts, deren erstaunliche Farbintensität bis heute erhalten ist.

Für meine Arbeiten mische ich Bienenwachs mit Damarharz und Pigmenten und trage diese erhitzte Masse auf Holzuntergründe auf. Jede Schicht wird mit der Flamme mit der darunterliegenden verschmolzen. So entsteht eine Oberfläche mit Tiefe, Wärme und einer beinahe körperlichen Präsenz.

Pflege
Das Wachs benötigt mehrere Monate, um vollständig „aufzublühen“. Dabei kann sich ein leicht weißlicher Schleier auf der Oberfläche bilden – ein natürlicher Reifungsprozess. Sie können diesen Film belassen oder mit einem Nylonstrumpf oder weichen Baumwolltuch sanft polieren. Dadurch erhält das Werk wieder einen seidigen Glanz.

Nicht in direkte Hitze oder starke Sonneneinstrahlung hängen. Keine Heizkörpernähe. Staub vorsichtig mit einem weichen Tuch entfernen.

Struktur

Die Grundlage vieler Werke bildet Sumpfkalk in Verbindung mit Marmormehl oder anderen Gesteinsmehlen.

Sumpfkalk ist ein lebendiges, mineralisches Material. Er reagiert auf seine Umgebung, bindet durch Karbonatisierung mit der Luft und entwickelt dabei eine eigene Tiefe.

In Verbindung mit Marmormehl entsteht eine fein strukturierte Oberfläche, die Licht nicht nur reflektiert, sondern aufnimmt.

Risse oder kleine Spannungen sind kein Fehler, sondern Teil dieses natürlichen Prozesses.

Metall und Patina

Besonders spannend finde ich die Arbeit mit Metall, vor allem Kupfer und Messing. Es bringt eine natürliche Wärme und gleichzeitig eine klare, ruhige Präsenz mit.

Beide Metalle reagieren auf ihre Umgebung – besonders Kupfer verändert sich mit der Zeit und entwickelt eine Patina. Diese Oxidation ist kein Makel, sondern ein natürlicher Prozess.

Je nach Licht wirkt das Metall weich und warm oder kühl und zurückhaltend. Kleine Veränderungen der Oberfläche sind möglich und sogar erwünscht – sie zeigen, dass das Material im Dialog mit seiner Umgebung steht.

Für mich bringt Metall Stabilität und Erdung in die Arbeit und steht im spannenden Kontrast zur Transparenz des Harzes und zur Weichheit des Wachses.

Epoxidharz

Ein wichtiger Bestandteil vieler meiner Werke ist Epoxidharz (Resin). Es besitzt eine besondere Tiefe und einen intensiven Glanz. Das Material fängt Licht ein, schafft Transparenz und verleiht der Oberfläche eine beinahe skulpturale Wirkung.

Resin konserviert Schichten – und macht sie gleichzeitig sichtbar.

Pflege
Die Oberfläche kann mit einem weichen, leicht feuchten Tuch gereinigt werden. Keine aggressiven Reiniger oder Lösungsmittel verwenden. Direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung vermeiden. Resin ist stabil – aber empfindlich gegenüber starker Hitze und langfristiger UV-Belastung.

My Artwork

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